Damian-Höhle

Etna West – Bronte
Koordinaten: 33S 497055E 4179300N (utm wgs84) | 37°45'39.6″N 14°58'00.1″E
HÖHE: 2190 m
Bebauung: Insgesamt ca. 60 m. Wird überprüft. 
Nächster bekannter Ort: Monte Nunziata – Bocche di fuoco 1843
Erkundung: Einfache Erkundung nur mit Helm und Licht.
Übernommen von Dario Teri mit P.Teri, M.Galasso, A.Scaramelli, E.Zappalà (am 20.11.2020)
Der zuständigen Gemeinde mitgeteilt am ND
Diese Höhle liegt auf dem langen Bruch des Ausbruchs von 1651 (Anmerkung: die Datierung wird anhand der neuesten geologischen Karte des INGV vermutet und durch das Vorhandensein von Plagioklas-Einsprenglingen vor Ort bestätigt, die nach 1669 nicht mehr festgestellt wurden), der sich von 2100 bis 2400 Meter über dem Meeresspiegel erstreckt und am Tag der Untersuchung Gegenstand einer vollständigen Besichtigung war. Bei dieser Untersuchung wurde festgestellt, dass der Lavastrom vom Mai 2016 aus Bocca Nuova den Bruch streifte und ihn an mehreren Stellen bedeckte und dabei wahrscheinlich andere Höhlen entlang des bestehenden Fließkanals verbarg. Tatsächlich wurden oberhalb des Bruchs weitere Hypogäen entdeckt, einige mit bescheidener Entwicklung, sowie der höchste Abgrund von 1651, der im entsprechenden Datenblatt beschrieben wird. Die Damiano-Höhle, die ihren Namen liebevoll dem ersten Sohn des Landvermessers verdankt, ist eine Höhle mit einer Mischung aus Brüchen und Lavaströmen. Der Zugang erfolgt von einem Mittelpunkt des Strömungskanals aus. Dadurch wird die Höhle in zwei Teile geteilt, die sich morphologisch stark voneinander unterscheiden. Der stromaufwärts gelegene Teil ist ein klassisches Hypogäum mit unregelmäßigem Schlackenboden. Auf dem Gewölbe, das an manchen Stellen beachtliche 5/6 Meter erreicht, gibt es mehrere sehr interessante Wiederaufschmelzungsphänomene mit ungewöhnlichen Formen im Vergleich zu den bekannteren Ätna-Höhlen. Die Entwicklung flussabwärts verläuft stattdessen mehrere Meter steil bergab, hier besteht der Boden aus Vulkansand, was den Abstieg sehr sanft (und auch unterhaltsam ...) macht.
[osm_map_v3 map_center=”37.7615,14.9648″ zoom=”15.6″ width=”100%” height=”450″ post_markers=”1″ ]
Dario Teri 5. November 2020 Ungesehene und wenig bekannte Ätna-Höhlen Keine Antworten